Mittwoch, 10. April 2019

Raff-Shirt

Hallo Ihr Lieben,

Da es ja nun Frühling geworden ist, verabschiede ich mich von meinen Winterklamotten. Damit meine ich die dicken Pullis und die Alpenfleeceshirts. Im Frühling besteht meine "Uniform" aus 3/4 bis langärmeligen Shirts, die man bei ausreichender Wärme solo tragen kann und bei - was hier im Norden leider doch häufig vorkommt - nicht ausreichender Wärme, auch gut mit einer dünnen Jacke drüber kombinieren kann.


Weil mir schon so frühlingshaft war, habe ich einen frühlingshaften Stoff verarbeitet, den ich im letzten Jahr auf dem Stoffmarkt gekauft habe. Es ist ein Baumwolljersey. Genäht habe ich ein Shirt mit Raffungen am Ausschnitt und unter dem Brustteil. Unter dem Brustteil gibt es einen Sattel und darunter ein leicht ausgestelltes Schößchen. 



Der Schnitt stammt aus der Fashion-Style 8/2018 und gefiel mir, weil er so feminin wirkte. In der gleichen Ausgabe gab es den Schnitt noch einmal als Kleid interpretiert. Im Unterschied zum Shirt hatte das Kleid an den 3/4-Arm angesetzte Volants. Diese Ärmelvariante habe ich dann für mein Shirt adoptiert.



Das Shirt war dann ziemlich easy zu nähen. Bis auf die Ärmel natürlich, denn die Volants wollte ich nach dem Nähen noch abfüttern, weil sonst in der Bewegung immer die Innenseite des Stoffes sichtbar war. Das habe ich dann aber auch gemeistert. Leider saß das fertige Shirt nicht gut. Durch den Sattel waren die Seitennähte etwas wulstig und ich war mit der Paßform unzufrieden. Nach einigem Hin- und Herüberlegen und Brainstorming mit einer Nähfreundin habe ich alles unter dem Brustbereich abgeschnitten und als ein Teil (ohne Untertrennung durch Sattel und Schößchen) wieder neu zugeschnitten.



So sitzt es nun viel besser und gefällt mir richtig gut. Ich trage es oft zusammen mit einer dunkelgrünen Jeans und das ganze Outfit wirkt schön frisch.

Britte

Mittwoch, 3. April 2019

Swallow Bluse aus Ottobre

Hallo Ihr Lieben

es ist schon wieder Mittwoch, genauer gesagt MeMadeMittwoch. Und anscheinend haben wir jetzt Frühling. Temperaturmäßig bei uns im Norden noch nicht sooo sehr, aber meine allergiegeplagte Nase spricht recht deutlich zu mir.


Auf wärmeres Wetter hoffend habe ich mir eine Bluse genäht. Den Stoff habe ich hier in einem örtlichen Großkaufhaus gefunden. Eher durch Zufall, denn die Auswahl ist dort eher klein. Aber manchmal spricht mich doch etwas an. In diesem Fall war es ein dunkelblaues, mit kleinen Vögeln bedrucktes Mischgewebe.


Einige Tage davor hatte ich auf der Suche nach meinem nächsten Nähprojekt meine Schnittmusterzeitungen durchgeblättert und war bei der Ottobre Nr. 5 aus 2017 hängen geblieben. Darin gibt es zwei Blusen, die mir beide gefielen. Zufälligerweise waren beide Stoffe mit kleinen Vögeln bedruckt. War nun ja klar, dass ich auch einen Blusenstoff mit Vögeln haben musste.


Genäht habe ich die Bluse Nr. 11 "Swallow. Die ließ sich gut nähen. Ich mag die Ottobre-Anleitungen. Für mich sind die meistens gut nachvollziehbar. Verändert habe ich nur die Schulterbreite, da ich in den Schultern ziemlich schmal bin und Oberteile ansonsten bei mir immer etwas über den Armansatz hinaushängen.


Die Bluse gefällt mir ganz gut und trägt sich angenehm. Allerdings krabbelt der rückwärtige Halsbesatz oft hervor, obwohl ich den an den Schulternähten befestigt habe. Da muß ich wohl nachmal ran...

Liebe Grüße

Britte

Mittwoch, 20. März 2019

Rosinenbrot

Hallo Ihr Lieben,

manchmal habe ich Appetit auf Rosinenbrot. Leider schmeckt mir das vom Bäcker nicht so gut. Unter anderem, weil es nur aus Weißmehl besteht und darum für mich etwas substanzlos ist. Deshalb stelle ich mich dann in die Küche und backe selbst. Dieses Rosinenbrot ist schnell und unkompliziert in der Herstellung, da der Hefeteig nicht vorab gehen muß.

Zutaten:

  • 150 g Rosinen
  • 325g Dinkelmehl (halb Vollkorn, halb 630er)
  • 1 EL brauner Zucker
  • 1 El Honig
  • 1 EL Braunhirse, gemahlen (optional)
  • 2 1/2 EL Öl
  • 10 g Salz
  • 1/2 Würfel frische Hefe (alternativ 1 Pä. Trockenhefe)
  • ca. 220 - 240 g lauwarmes Wasser
Zubereitung:

Wenn ich früh genug daran denke bzw. genügend Zeit habe, weiche ich die Rosinen vorher in einem kleinen Schälchen, knapp mit heißem Wasser bedeckt, ein. Ungefähr eine Stunde stehen lassen. Durch das Einweichen quellen die Rosinen auf und sind saftiger im Teig. Wenn ich allerdings keine Zeit habe, verzichte ich auf das Einweichen und verwende die Rosinen so wie sie sind. Das funktioniert auch. 


Alle anderen Zutaten in eine Schüssel füllen und zu einem glatten Teig verrühren. Da manche Mehlsorten unterschiedlich quellen, hat die Wassermenge nur eine ca.-Angabe. Dabei darauf achten, dass das Wasser nicht zu heiß ist, weil sonst die Hefebakterien absterben. Zuletzt die Rosinen unterheben. 


Den Teig in eine Silikon oder gefettete Kastenform füllen. Im auf 75 Grad Ober-/Unterhitze vorgeheizten Backofen 30 Minuten backen. Dann die Hitze auf 180 Grad erhöhen und 15 Minuten weiterbacken. Das Brot aus der Form nehmen und auf dem Blech in nochmals ca. 15 Minuten fertig backen. 


Jeder Backofen ist unterschiedlich, daher bitte rechtzeitig kontrollieren.Das Brot ist fertig, wenn man unten auf den Boden klopft und es sich etwas hohl anhört. Auf einem Rost abkühlen lassen. Ich mag das Brot am liebsten nur mit kalter Butter bestrichen. 


Variation: Natürlich ist es möglich, das Brot klassisch nur mit Weißmehl zu backen. Ebenso kann man  bei Bedarf  weniger Rosinen verwenden. Meistens teile ich das Brot nach dem Abkühlen in zwei Hälften. Die eine Hälfte kommt zum baldigen Verzehr in den Brotkasten, die andere schneide ich in Scheiben und friere diese portionsweise ein. 

Gutes Gelingen. 

Britte






Mittwoch, 6. März 2019

Jacke von pattern company

Hallo Ihr Lieben,

heute ist mal wieder Lieblings-Mittwoch, sprich: MeMadeMittwoch

Aus diesem Grund zeige ich euch heute meine zweite Lieblingsjacke nach dem Schnittmuster 04047 von pattern company.


Hier hatte ich ja schon mein erstes Modell gezeigt. Das trage ich total gern zu allen Tageszeiten über Shirts. Meine neue Jacke nach dem gleichen Schnitt ist etwas enger ausgefallen. Das liegt daran, dass es ein Vorgängermodell gab. In den Stoff hatte ich mich zuerst verliebt. Ich weiß, der ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber ich stehe auf solche Muster. Gefunden hatte ich den Stoff auf dem Stoffmarkt in Hamburg bereits vor zwei Jahren. Es ist so eine Art zweilagiger Jersey. Daraus hatte ich einen Cardigan nach einem Ottobre-Schnitt genäht. Ganz einfach eigentlich mit eingesetztenÄrmeln und verschlußlos. Dieser sah fertig gestellt auf dem Bügel zwar schön aus, aber saß bei mir einfach nicht. Ich war nur am rumzuppeln nach dem Anziehen, was dazu führte, dass ich ihn regelmäßig nach 10 Minuten wieder auszog und zurück in den Schrank hängte. Dort hing er dann ein Jahr lang.



Nachdem ich mich jedoch in meiner ersten patterncompany-Jacke so wohl fühlte, habe ich mir den ungeliebten Cardigan vorgenommen und Naht für Naht aufgetrennt. Etwas Stoff hatte ich auch noch übrig. Daraus sind dann die neuen Raglanärmel entstanden. Aus den alten Schnittteilen habe ich Vorderteile und Rückenteil neu zugeschnitten. Ich musste ein wenig anstückeln, aber bei dem gemusterten Stoff fällt es kaum auf.



Die neue Jacke passt gut und sitzt ziemlich figurbetont. Ich trage sie statt eines Pullovers. Besonders gut gefällt mir der angesetzte hohe Kelchkragen, dadurch ist es immer schön kuschelig warm am Hals.



Ich bin sehr froh, dass ich den Stoff meiner Jacke so "gerettet" und neu verarbeitet habe. Das Auftrennen war langwierig und hat nicht unbedingt Spaß gemacht. Aber für mich ist es ein voller Erfolg. Wie ist es bei euch? Kennt ihr solche Projekte aus eigener Erfahrung? Oder werden bei euch TfT`s (Teile für die Tonne) gleich entsorgt?

Liebe Grüße

Britte

Mittwoch, 6. Februar 2019

Jacke mit angeschnittenem Stehkragen

Hallo Ihr Lieben,

mein letztes Nähprojekt fertig zu stellen, hat ziemlich viel Zeit in Anspruch genommen. Nicht, weil es so schwierig gewesen wäre, sondern einfach, weil so viel anderes immer dazwischen kam. Aber nun bin ich fertig und ich liebe, liebe, liebe sie. Meine neue Jacke mit angeschnittenem Stehkragen nach dem Schnittmuster 04 047 von pattern company. Wobei ich den Kragen eher als Kelchkragen bezeichnen würde. Da ich so verliebt in meine neue Jacke bin, muß ich sie euch heute auch beim MeMadeMittwoch zeigen. Dort wird heute, wie immer am 1. Mittwoch jeden Monats gezeigt, was frau für sich genäht hat.


Das Schnittmuster für die Jacke habe ich durch Zufall bei einer Nähfreundin entdeckt. Sie trug die Jacke, genäht aus einem etwas dickeren Jersey-Mix im Spätherbst für draußen. Ich war eher auf der Suche nach einer Jacke, die man abends drinnen überziehen kann, wenn es kühler wird. Genäht habe ich Größe 40 und danach festgestellt, dass eine Größe kleiner auch noch okay gewesen wäre, da ich ja keine dicken Pullis, sondern höchstens Langarmshirts darunter tragen werde. Den Stoff habe ich in einem Stoffladen in Flensburg gefunden, es ist Sweatstoff mit Alpenfleece gefüttert. Unglaublich leicht und extrem kuschelig. Der Stoff hat 60 % Baumwollanteil, läuft bei der Wäsche nicht ein und muß auch nicht gebügelt werden. Damit zu 100 % für mich qualifiziert.


Den Zuschnitt fand ich sehr einfach, denn bei pattern company ist die Nahtzugabe schon inklusive. Die Nähanleitung war gut erklärt und das Nähen an sich auch nicht schwierig.


Eines muß ich noch gestehen: ich habe mich bisher immer vor dem Knopflochnähen gedrückt und irgendwelche Verschluß-Alternativen gesucht. Bei dieser Jacke habe ich zum ersten Mal Knopflöcher mit meiner neuen Nähmaschine genäht - und was soll sagen? Es war so kinderleicht, dass ich gar nicht mehr weiß, weshalb ich immer so einen Bammel davor hatte.


Da ich aktuell an einer richtig fiesen Erkältung leide - und mich deshalb zur Zeit auch nicht leiden mag, gibt es heute ausnahmsweise mal Fotos ohne Gesicht. Und gerade eben habe ich auf dem Foto mit der Rückenansicht gesehen, dass die Jacke Falten wirft. Das liegt aber nur daran, dass ich mal wieder im Hohlkreuz stehe und der Fotograf nicht aufgepasst hat. Verzeiht bitte.

Und jetzt wünsche ich viel Spaß beim Durchstöbern der MMM-Beiträge.

Britte

Dienstag, 15. Januar 2019

Roter Schal im Perlmuster

Hallo Ihr Lieben,

seit einiger Zeit stricke ich hin und wieder ganz gern. Gerade in der kälteren Jahreszeit mag ich es sehr, es mir im Wohnzimmer mit einem Becher Tee und einem Strickprojekt gemütlich zu machen. Mein derzeitiger Lieblingstee ist übrigens Christmas-Tea von Whittard. Das ist aromatischer Schwarztee, welcher mild schmeckt und dabei nach Vanille, Nelken und Zitrus duftet. Lecker. Den hat mit meine Jüngste aus London mitgebracht.


Zuletzt habe ich einen Schal gestrickt für meinen Sohn, der mich über die Feiertage besucht hat. Beim gemeinsamen Shoppen hat er sich eine neue Mütze gekauft. Leider fanden wir keinen passenden Schal, sodaß ich beschloß, gleich anschließend Wolle zu kaufen, damit ich zuhause sofort mit Stricken beginnen konnte.


Gestrickt habe ich mit Nadeln Nr. 6,5 im einfachen Perlmuster.


Der Schal ist 1,90 m lang und ca. 25 cm breit und war innerhalb weniger Tage fertiggestellt. Ich finde, etwas Farbe steht diesem jungen Mann gut und der Schal wird übrigens gern und oft getragen.



Liebe Grüße

Britte



Samstag, 12. Januar 2019

AfterChristmas-NoBake-Torte

Hallo Ihr Lieben,

heute gab es zur Kaffeetafel ein absolut köstliches Stück Käsesahnetorte. Vor dem Wochenendeinkauf hatte ich nämlich einen Blick in den Kühlschrank geworfen, um zu schauen, wie es um die Vorräte bestellt ist und dabei festgestellt, dass von den Feiertagen noch Frischkäse, Quark und Schlagsahne übrig waren, die dringend nach Verarbeitung riefen. Zudem tritt in diesem Haushalt ein merkwürdiges Phänomen auf, seitdem die Kinder ausgezogen sind: Es bleiben Weihnachtskekse übrig! Die mag ich nach Neujahr nicht mehr so gern, finde die selbstgebackenen aber viel zu schade zum Entsorgen. Aus diesen Gründen entschied ich mich, eine AfterChristmas-NoBake-Torte zu konstruieren.


Meine übriggebliebenen Kekse bestanden jeweils zur Hälfte aus Spekulatius und Lebkuchen. Die passten geschmacklich gut zusammen.


Zutaten f. d. Boden:

  • 250 g trockene Kekse
  • 125 g Butter

Zutaten f. die Fruchtschicht:

  • 1 Glas Blaubeeren
  • 1 guter Spritzer Zitronensaft
  • 2 gestr. EL Speisestärke

Zutaten f. d Käse-Sahne:

  • 150 g Frischkäse
  • 250 g Sahnequark
  • 200 g Schlagsahne
  • Schale und Saft v. 1 Zitrone
  • 60 g Zucker
  • 6 g gemahlene Gelatine
Zubereitung:

Die Kekse in der Küchenmaschine oder mit dem Nudelholz fein zerkrümeln und dann mit der zimmerwarmen Butter gut vermengen. Diesen Teig in eine gefettete Springform füllen und glatt streichen. 


Die Heidelbeeren in einem Sieb abtropfen lassen und die Flüssigkeit dabei auffangen. Ca. die Hälfte der Flüssigkeit und etwas Zitronensaft in einen kleinen Topf geben. Die Speisestärke mit etwas Heidelbeersaft glatt rühren. Den Topfinhalt erhitzen, die Speisestärke zufügen und etwas andicken lassen. Die Heidelbeeren dazugeben und vermischen. Etwas abkühlen lassen und dann als nächste Schicht auf dem Teig verteilen. 


Die Schlagsahne steif schlagen. Die Gelatine in dem Zitronensaft einweichen und quellen lassen. Dann erwärmen (ich mach das immer kurz in der Mikrowelle). Inzwischen den Frischkäse, den Quark, Zucker und Zitronenschale miteinander verrühren.Die aufgelöste Gelatine zunächst mit etwas Quarkmasse vermischen und dann zügig unter die restliche Quarkmasse mischen. Die Schlagsahne ebenfalls unterrühren. Diese Käse-Sahne-Masse als letzte Schicht auf die Torte geben und glatt streichen. Vor dem Verzehr gut durchkühlen lassen. 


Falls jemand diese Torte nachbauen möchte, gibt es unendlich viele Variationsmöglichkeiten. Natürlich kann fast jede Sorte trockener Kekse verwendet werden. Auch für die Fruchschicht können diverse Obstsorten verwendet werden.


Tatsächlich fanden wir die Heidelbeeren aus dem Glas ziemlich süß, sodaß ich beim nächsten Mal sicherlich auf frische oder TK-Ware ausweichen werde. Ich mag meine Torten lieber schlicht, aber wenn ihr mögt, könnt ihr sie auf der Oberfläche natürlich beliebig verzieren. 

Lasst sie euch schmecken

Britte