Donnerstag, 6. April 2017

JazzyJacquard als Shirt-Variante

Hallo,

heute zeige ich hier und bei Rums mein zuletzt genähtes Shirt nach dem Schnitt JazzyJacquard aus der 2016er-Ottobre.


Ich hatte noch einen Rest Stenzo-Jersey vom Stoffmarkt liegen und lange überlegt, was daraus wohl herzustellen wäre. Irgendwie reichte es für keinen Schnitt wirklich.


Bei Stoff und Stil habe ich passenden himbeerfarbenen Jersey zum Kombinieren gefunden. Dann habe ich mit dem Schnittmuster so lange gepuzzelt, bis die Teile auf den Stoff passten. Das war gar nicht so einfach, zumal ich mich ja auch am Muster orientieren musste. Am unteren Saum habe ich eine breite Blende mit Seitenschlitzen angenäht.


Das Shirt fällt locker und ist sehr bequem. 

Mittwoch, 29. März 2017

Off-Shoulder-Bluse

Hallo ihr Lieben,

zur Zeit fahre ich ja völlig auf die Ottobre-Nähzeitschrift ab. Die Modelle sind modern, relativ einfach nachzuschneidern und ebenso leicht abänderbar, um Einzelstücke daraus zu machen.


Zuletzt habe ich mir aus der Ottobre Nr. 2 aus 2017 das Modell 6 genäht. Eine Off-Shoulder-Bluse. Als Material wurde im Original Voile vorgeschlagen. Mein Stoff ist ein Schnäppchen von Karstadt. Ein blumiger Synthetik-Mix mit leichtem Glanz. Genäht habe ich in der Größe 38 und finde es etwas reichlich. Definitiv möchte ich die Bluse noch einmal nähen, am liebsten aus einfarbigem Stoff. Dann werde ich den Schnitt etwas verkleinern.


Verändert habe ich die Knopfleiste. Die Bluse ist so weit geschnitten, dass man sie problemlos über den Kopf ziehen kann. Außerdem sind Knopflöcher für mich noch ein Schrecken, dem ich mich erst annähern muss. Aus diesem Grund gibt es bei meiner Bluse nur eine Fake-Knopfleiste.


Als Fotomodell mit viel Spaß bei der Sache ist dieses Mal eine meiner Töchter eingesprungen, sodaß ich auch mal die Fotos schießen konnte.


Ich verlinke zum MeMadeMittwoch und zu Fans de Ottobre wo heute Ina und viele Andere wieder so tolle selbstgenähte Mode zeigen.

Liebe Grüße

Britte

Sonntag, 19. März 2017

Wilde-Wachau-Torte

Hallo,

das Wetter draußen ist so bescheiden, dass zum Trost heute ein besonderes Sonntagssüß unverzichtbar ist. Bei uns gibt es eine Wilde Wachau existiert schon seit vielen Jahren in unserem Familienkochbuch mit unseren liebsten Koch- und Backrezepten. Leider weiß ich nicht mehr, wo ich das mal unter diesem, doch für einen Kuchen, sehr merkwürdigen Namen gefunden habe. Aber probiert selbst. Die Torte ist nicht besonders aufwendig, aber macht optisch doch schon etwas her.

Zutaten für den Teig:


  • 4 Eier
  • 140 g Zucker
  • 50 g Weizenmehl
  • 1 gestr TL Backpulver
  • 50 g Schokolade
  • 3 Zwiebäcke, fein zerbröselt
  • 140 g Mandeln, gemahlen
Zutaten für die Füllung:

  • 500 ml Schlagsahne
  • 1 Pkt Sahnesteif
  • 20 g Zucker
  • 1 Pkt Vanillinzucker
  • 2 Port. Instant Cappuccinopulver
Zubereitung:

Die Eier mit den Schneebesen hell schaumig schlagen. Dann den Zucker unterrühren. Mehl und Backpulver mischen und vorsichtig unterheben. Ebenso Zwiebäcke und Mandeln (diese beiden mahle ich immer zusammen in der Küchenmaschine ganz fein). Zuletzt die Schokolade unterheben. Hierfür kann man fertige Schokotröpfchen nehmen oder eine halbe Tafel Schokolade nach Wahl raspeln oder hacken. Ich hab schon mehrere Varianten ausprobiert, sie funktionieren alle. 


Den fertigen Teig in eine Silikonform füllen und im vorgeheizten Backofen bei Ober-/Unterhitze 180 Grad ca. 35 Minuten backen. Sollte der Kuchen oben zu dunkel werden, in den letzten 10 Minuten mit Backpapier abdecken. Dann den Kuchen auskühlen lassen.


In der Zwischenzeit die Sahne mit den oben angegebenen Zutaten steif schlagen. 


Den ausgekühlten Kuchen so durchschneiden, dass der untere Boden etwas dicker als der obere ist.


Den unteren Boden auf eine Tortenplatte setzen und leicht hügelartig mit der Füllung bestreichen. 
Den oberen Boden in kleine Würfel schneiden und diese samt Krümeln auf der Füllung verteilen und ganz leicht andrücken. Gut im Kühlschrank durchkühlen lassen. Vor dem Servieren mit etwas Puderzucker bestäuben. Guten Appetit!

Britte


















Donnerstag, 9. März 2017

Pussyhat Lemming

Hallo,

gestern war Weltfrauentag. Auf so vielen Blogs konnte man Pussyhats sehen, mit denen Frauen ein Statement gegen sexuelle Vereinnahmung setzen. Auch ich konnte nicht ohne. Kürzlich erst hatte ich mir ein pinkfarbenes Shirt genäht. Da ich noch genügend Stoff übrig hatte, habe ich mich - logischerweise - auch an einem Pussyhat versucht.


Das war ganz simpel. Als Hauptteil habe ich ein rechteckiges Stück Stoff quer gefaltet und an den Seiten zusammengenäht. Dann rundherum einmal umschlagen und absteppen. Die oberen Ecken bzw. Ohren habe ich mit Jerseynudeln zusammengebunden. Das Mützchen mit Öhrchen finde ich eigentlich ganz gelungen, nur leider stehen mir Mützen überhaupt nicht.


Naja, Augen zu und durch...

Anläßlich einer Feier zum Interkulturellen Weltfrauentag führte ich mein neues Shirt aus, kurzfristig auch mit Pussyhat. Hier bei Rums gibt es heute übrigens auch ganz viel für sich Selbstgemachtes zu bestaunen.

Das Fest fand ich sehr gelungen. Jede Besucherin hat eine wunderschöne Rose überreicht bekommen. Es traten u.a. eine Line-Dance- und eine Trommelgruppe auf. Elfen sorgten mit Mimik und Gestik für kurzweilige Unterhaltung der Frauen. Außerdem gab es ein superleckeres, unglaublich vielseitiges Buffet, zu dem jede Anwesende beitragen konnte.

Liebe Grüße

Britte

Mittwoch, 1. März 2017

PoeticLace oder JazzyJacquard

Hallo,

schon wieder ist ein neues Shirt entstanden. Wieder aus der Ottobre 5/16. Dieses Mal habe ich den Schnitt Poetic Lace als Grundlage verwendet, allerdings gekürzt. Den Ausschnitt habe ich aus dem fast gleichen Schnitt Jazzy Jacquard übernommen, weil der dort etwas tiefer gelegt ist. So einen Ausschnitt habe ich übrigens zum ersten Mal genäht. Der gefällt mir richtig gut, das werde ich auf jeden Fall bald wieder einplanen.


Verwendet habe ich einen Viscose-Jersey in leuchtendem Pink mit kleinen weißen Druckmotiven. Der Jersey war ziemlich rutschig und hat mich beim Nähen eine Menge Nerven und Zeit gekostet, besonders beim Säumen mit der Zwillingsnadel. Das Problem habe ich letztendlich mit dem Unterlegen mit Küchenkrepppapierstreifen gelöst, die ich anschließend natürlich wieder abgelöst habe.


Die Ausschnittkanten habe ich farblich abgesetzt, weil ich finde, dass das Shirt so einfach frischer wirkt. Genäht habe ich übrigens Größe 38. Passt sehr gut, fällt etwas locker, so wie ich es gerne mag.


Lange Zeit bestand meine Garderobe im Kleiderschrank zu ca. 80 Prozent aus Klamotten in den Farben schwarz, grau und dunkelblau. Da ich nun vor einiger Zeit beschlossen habe, meine Haare nicht mehr zu färben und zu meinem inzwischen originalen Graublond zu stehen, musste ich feststellen, dass dunkle Klamotten gar nicht mehr so gut zu mir passen. Deshalb habe ich mich entschieden, meine Garderobe mit einigen bunten Teilen aufzupeppen. Und ich finde, dieses Bunte inzwischen richtig schön und freue mich jedesmal, wenn ich unterwegs irgendwo zufällig mein Spiegelbild erhasche.

Das möchte ich euch nicht vorenthalten und zeige es beim MMM, wo so viel tolle selbst genähte Mode gezeigt wird.

Liebe Grüße

Britte



Donnerstag, 23. Februar 2017

Kuchen im Glas

Hallo,

vor kurzem habe ich hier das Rezept für kleine Orangen-Cranberry-Gugelhupfe gepostet. Da von der angerührten Teigmenge nach dem Befüllen meiner Silikon-Gugelhupfform noch etwas übrig blieb, habe ich den Restteig in einem Schraubdeckelglas mitgebacken. Aber Achtung: so ein Glas darf nur bis höchstens 3/4 gefüllt werden, da der Teig beim Backen ja noch aufgeht. Bisher hatte ich nämlich noch keine Erfahrung im Backen von Kuchen im Glas. Das sollte sich nun ändern. Da die Teigmenge im Glas etwa doppelt so viel war wie die eines einzelnen Gugels, habe ich die Backzeit für das Glas um ca. 10 Minuten erhöht. Danach kurz abkühlen lassen und mit dem Schraubdeckel verschließen.


Und dann wollte ich ja unbedingt wissen, ob es Geschmacksverluste gibt, wenn so ein Kuchen im Glas erst nach einer gewissen Zeit der Lagerung gegessen wird. Gestern bot sich eine Gelegenheit und so wurde das Glas geöffnet.


Zuerst einmal: mein Glas hatte eine kleine Verjüngung am oberen Rand. Deshalb war es nicht ganz so einfach, den Kuchen aus dem Glas zu befreien, Das Glas hatte ich vor dem Backen gefettet, der Kuchen löste sich gut von den Glaswänden. Nachdem ich ihn mittig einmal durchgeschnitten hatte, bekam ich ihn dann auch heraus.  Mein Fazit jedoch ist, dass sich niedrigere Gläser mit glatten, leicht konischen Seitenwänden am allerbesten eignet.


Geruchsmässig war ich sehr überrascht, denn nach dem Öffnen roch der Kuchen wie frisch gebacken. Geschmacksmässig sind eventuell minimale Veränderungen messbar. Aber wahrscheinlich nur, wenn man kurz zuvor auch den original frisch gebackenen Kuchen probiert hat. Für uns ergab sich durch den Kuchen im Glas eine unverhofft leckere Kaffee-mit-Kuchen-Pause.


Also, ich werde so ein Experiment definitiv wiederholen. Es ist schließlich nie verkehrt, für unverhoffte Gelegenheiten gerüstet zu sein - kuchenmässig meine ich natürlich.


Und jetzt geht es schnell zu Rums, wo man/frau heute viel Selbstgemachtes bewundern kann.

Liebe Grüße

Britte








Mittwoch, 22. Februar 2017

Like a warm Hug

Hallo,

stoffeinkaufsmäßig lebe ich auf dem Mond.
Okay, das hört sich ziemlich hart an. Eigentlich lebe ich nur auf dem platten Land, in der Provinz.
Theoretisch könnte ich meine Stoffe ja im Internet bestellen. Allerdings fehlt mir dann das Taktile. Wenn ich einen Stoff ausgesucht habe, muss ich ihn - unbedingt - berühren, anfassen,streicheln, bevor ich ihn kaufe.

Deshalb war es ein Highlight, als am letzten Wochenende ein Ausflug nach Hamburg geplant war. Eigentlich um dem Maskenzauber (venezianischer Karneval) in den Arkaden, Colonnaden und am Rathausmarkt zuzuschauen. Das war definitiv ein Erlebnis!


Aber nebenbei muss ich immer ein bißchen in dem Stoffangebot einer Großstadt schwelgen. Davon zehre ich dann einige Zeit. Dieses Mal reichte es leider nur für einen sehr kurzen Abstecher zu K*stadt. Aber auch unter Zeitdruck kann ich zuschlagen. Sicherlich kann sich Zeitdruck auch positiv auswirken. Zum Beispiel aufs Portemonnaie.


Ich habe jedenfalls u. a. einen mit Handyhüllen bunt bedruckten Sommersweat erstanden. Zuhause dann erst einmal in den Nähzeitschriften gestöbert und mich dann für ein Oberteil aus der Ottobre 5/16 entschieden. Das Schnittmuster ist eigentlich für einen Pullover gedacht. Mit Sweat funktionierte es jedoch auch sehr gut. Allerdings habe ich mal wieder festgestellt, dass meine Kaufgröße 38 in der Schulter- und oberen Armgegend meistens zu groß ausfällt. Das ist auf den Fotos ja auch gut erkennbar.


Weil ich oft so unzufrieden mit meinen Säumen bin, habe ich mir diesmal die Mühe gemacht, mich mal wieder mit meiner Zwillingsnadel anzufreunden. Und es hat sich wirklich gelohnt, Diesmal bin ich sowohl mit den engen Ärmelsäumen als auch mit dem gebogenen Saum des Rückenteils sehr zufrieden. Aus Gründen des einfacheren Zuschnitts ist es bei diesem Shirt vorgesehen, den V-Ausschnitt im schrägen Fadenlauf zuzuschneiden. Da meine Stoffmenge das leider nicht komplett hergab, habe ich das Vorderteil gestückelt und finde die Wirkung gar nicht schlecht.


Nach diesem ersten Shirt habe ich versucht, das Schnittmuster in den oberen Teilen anzupassen und ich bin selbst sehr gespannt, wie sich das auswirken wird. Denn ich benötige dringend noch einige Für-jeden-Tag-Shirts und dieser Schnitt gefällt mir ausgesprochen gut.

Da ich nun noch etwas Freizeit habe, werde ich einen Rest des Nachmittags damit verbringen, beim   MeMadeMittwoch  zu stöbern, wo es immer so tolle Inspirationen für Selbstgenähtes gibt.

Liebe Grüße

Britte